Versprechen der Zukunft: Gala-Vorstellung der Gewinner der International Medis Awards 2019, des Wettbewerbs zur Wahl der besten klinischen Forschungsleistungen

Die Gallus-Halle im Cankarjev Dom in Ljubljana war Gastgeber ausgezeichneter Ärzte und Apotheker aus Mittel- und Südosteuropa – der Finalisten der International Medis Awards for Medical Research 2019. In den letzten sechs Jahren sind die Auszeichnungen für die besten Leistungen im Bereich Medizin und Pharmazie zu einem Symbol der Exzellenz in der Medizin geworden, da sie die besten Ärzte und Apotheker der Region würdigen und auszeichnen. Diese widmen neben ihrer alltäglichen klinischen Arbeit ihre Zeit auch der Forschung zur Innovation im Bereich Diagnostik und Behandlung.

Ärzte und Apotheker aus neun Ländern aus Mittel- und Südosteuropa haben sich mit nicht weniger als 207 Forschungsarbeiten für die Prestigeauszeichnung in neun Forschungsbereichen beworben: Gastroenterologie, Gynäkologie, Intensivmedizin und Anästhesiologie, Neurologie, Ophthalmologie, Pädiatrie, Pharmazie, Pneumologie und Allergologie sowie Rheumatologie. Neben den Forschern aus Österreich, Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Ungarn, Montenegro, Nordmazedonien, Serbien und Slowenien, welche ihre Forschungsergebnisse in etablierten internationalen Publikationen mit einem Impact-Faktor von 1,5 oder höher veröffentlicht haben, haben dieses Jahr zum ersten Mal auch Forscher aus Bulgarien an dem Wettbewerb teilgenommen.

Unter den wissenschaftlichen Forschungsarbeiten der Ärzte und Apotheker, die aus ihrer klinischen Praxis die Bedürfnisse ihrer Patienten am besten kennen und zu innovativen und geeigneten Lösungen im Bereich der frühzeitigeren, zuverlässigeren und patienten-freundlichen Diagnostik sowie der effizienten Behandlung beitragen, hat ein unabhängiges internationales Expertengremium unter der Leitung des renommierten slowenischen Rheumatologen Prof. Dr. Matija Tomšič, Dr. med., 20 Finalisten des Wettbewerbes ausgewählt, 9 Gewinner in den einzelnen Medizinbereichen verkündet und den besonderen International Medis Award vorgestellt. „Unsere Arbeit wird immer anspruchsvoller, da der Wettbewerb immer bekannter wird, die Forschung jedes Jahr besser ist und die Unterschiede zwischen den Bewerbern zunehmend kleiner werden. Was den Wettbewerb zusätzlich so wertvoll macht, ist die Anwendbarkeit. Wir dürfen nicht vergessen, was die stärkste innere Motivation der Forscher bei diesem Wettbewerb ist, nämlich ein Forschungsproblem zu lösen, welches einen Vor- und Nachnamen sowie eine Seele hat, und dass es ohne Forschung keine gute klinische Praxis gibt und umgekehrt,“ betonte der Vorsitzende des internationalen Expertengremiums Prof. Dr. Matija Tomšič, Dr. med.

Wir dürfen nicht vergessen, was die stärkste innere Motivation der Forscher bei diesem Wettbewerb ist, nämlich ein Forschungsproblem zu lösen, welches einen Vor- und Nachnamen sowie eine Seele hat, und dass es ohne Forschung keine gute klinische Praxis gibt und umgekehrt.

Dieses Jahr wurden zwei Finalisten der sechsten International Medis Awards aus Österreich verkündet. Der Bereich der Gastroenterologie wurde von Bernhard Scheiner, Dr. med., vertreten, welcher zeigte, dass die Anti PD-1 Immuntherapie zur Behandlung bestimmter Krebsarten auch eine effiziente Therapie zur Behandlung von Patienten mit Leberzellkarzinom sein kann. Die Forschungsarbeiten hat er zusammen mit seinen Kollegen aus der Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie der Medizinischen Universität in Wien durchgeführt.

Im Bereich der Pädiatrie, hat Michael Wagner, Dr. med., von der Abteilung für Neonatologie, Pädiatrische Intensivmedizin und Neuropädiatrie der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde der Medizinischen Universität Wien untersucht, wie moderne Technologie zur qualitativ hochwertigeren Ausbildung über Wiederbelebungsmaßnahmen in der Pädiatrie beitragen kann. Mit Hilfe seiner Erkenntnisse wird viel mehr Kindern das Leben gerettet.

Der INTERNATIONAL MEDIS AWARDS SPECIAL AWARD wurde an Prof. Dr. Ruth Ladenstein, Dr. med., der Kinderärztin und Onkologin der St. Anna Kinderkrebsforschung in Wien verliehen, die ihre gesamte Karriere der Erforschung des Neuroblastom gewidmet hat. Mit einer internationalen Gruppe von Kollegen haben sie eine klinische Studie an pädiatrischen Patienten mit hoch-riskantem Neuroblastom durchgeführt. Diese Studie leistet einen Beitrag zum vorhandenen Wissen über die Optimierung der Therapiepläne, welche monoklonale Antikörper im Kampf gegen GD2 anwenden, und hebt die Mitwirkung von Zytokinen und Antikörpern bei Wirksamkeit und Toxizität hervor. Die klinische Studie von Dr. Ruth Ladenstein wurde in der Fachzeitschrift The Lancet Oncology veröffentlicht, welche einen Impact-Faktor von 35,386 hat.

Auf der diesjährigen Gala-Preisverleihung in Ljubljana, die jedes Jahr in einem anderen am Wettbewerb teilnehmenden Land stattfindet, ehrte uns neben den Botschaftern aus den teilnehmenden Ländern und dem Expertenpublikum auch der Präsident der Slowenischen Akademie der Wissenschaften und Künste, der Akademiker Prof. Dr. Tadej Bajd, mit seiner Anwesenheit.

Dass dieser Wettbewerb eine wichtige Möglichkeit zur Förderung und Popularisierung der wissenschaftlichen Forschungsarbeit sowie zur internationalen Verbundenheit von Ärzten und Apothekern ist, hat der Präsident der Slowenischen pharmazeutischen Gesellschaft, Matjaž Tuš, Mag. pharm., festgestellt:

Die wissenschaftlichen Leistungen in den Bereichen der Medizin und Pharmazie tragen unmittelbar zur Diagnostizierung von Krankheiten sowie zu den klinischen, humanistischen und wirtschaftlichen Ergebnissen ihrer Behandlung bei. Dies ist sowohl für jeden Einzelnen als auch für die gesamte Gesellschaft sehr wichtig, weswegen jeder Beitrag zur Förderung und Popularisierung der Wissenschaft äußerst willkommen und wertvoll ist. Auszeichnungen, wie die International Medis Awards, sind eine exzellente Möglichkeit denjenigen zu danken, welche die moderne Forschung mitgestalten, aber auch eine Ermutigung für die, die erst am Anfang ihrer Karriere stehen oder für jene, die ihre Routinepraxis durch Forschung ausbauen möchten.

International Medis Awards hat vor sechs Jahren Tone Strnad, der Gründer und Präsident des Aufsichtsrates des Unternehmens Medis ins Leben gerufen. Dieses Jahr feiert Medis das 30. Jubiläum seiner Geschäftstätigkeit und beschäftigt 350 Menschen in zehn Ländern Mittel- und Südosteuropas, die Hersteller innovativer Arzneimittel vertreten und diese Medikamente Patienten in der gesamten Region zur Verfügung stellen.

„In den letzten sechs Jahren hat das unabhängige internationale Gremium der Medis Awards unglaubliche Arbeit geleistet! Es hat nicht weniger als 932 Forschungsarbeiten rezensiert und bewertet. Ich freue mich, dass wir diese hervorragenden, sogar großartigen medizinischen Geschichten, welche Menschen Hoffnung geben und den nächsten Generationen eine glänzende Zukunft versprechen, anerkennen. Vor allem bin ich stolz auf das Ziel dieses Wettbewerbs, da es medizinische Forschung und die Entdeckung neuer, in der Medizin und Pharmazie bis jetzt noch unbekannter Erkenntnisse, fördert.

Natürlich bin ich sowohl dem Vorsitzenden und den Mitgliedern des internationalen Gremiums der International Medis Awards als auch allen Forschern im Bereich Medizin und Pharmazie, die hart für neue Erkenntnisse arbeiten, zutiefst dankbar, da sie alle davon überzeugt sind, dass man zum Wohle der Patienten immer mehr wissen muss und sich stets besser um sie kümmern muss. Herzlichen Dank!“ sagte Tone Strnad, der Initiator des International Medis Awards Wettbewerbes, dem Publikum in einer emotionalen Rede in der überfüllten Gallus Halle.

Vor allem bin ich stolz auf das Ziel dieses Wettbewerbs, da es medizinische Forschung und die Entdeckung neuer, in der Medizin und Pharmazie bis jetzt noch unbekannter Erkenntnisse, fördert.

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